Was bedeutet monovalenter Betrieb?

Monovalenter Betrieb bedeutet, dass die Wärmepumpenanlage die einzige Heizung ist.

Was bedeutet monoenergetischer Betrieb?

Es wird ausschließlich mit einer Energieform geheizt. Neben der elektrisch betriebenen Wärmepumpenanlage wird ein elektrisch betriebener Heizstab genutzt.

Was bedeutet bivalenter Betrieb?

Neben dem Erdwärmesystem existiert ein weiteres Heizsystem.

Benötige ich eine Fußbodenheizung, um eine Wärmepumpe betreiben zu können?

Nein. Die Kombination ist aber durchaus sinnvoll, da die Wärmepumpenanlage weniger Strom benötigt, wenn die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle (Erdsonde) und dem Heizkreis möglichst gering ist.

Ist eine Fußbodenheizung bei Wärmepumpen zu empfehlen?

Ja. Flächenheizungen wie z.B. eine Fußbodenheizung benötigen eine relativ geringe Vorlauftemperatur. Deshalb ist eine Kombination von Fußbodenheizung und Wärmepumpe empfehlenswert.

Funktioniert die Wärmepumpe auch im Winter bei Minustemperaturen?

Ja. Die Erdsonde der Sole/Wasser-Wärmepumpe kann über 100 Meter tief in die Erde reichen. Dort herrscht das ganze Jahr eine konstante Temperatur von +10 ° C.

Wie viel spart man bei Verwendung einer Wärmepumpe?

Das tatsächliche Einsparungspotenzial hängt von den aktuellen Energiekosten für Öl bzw. Gas ab. Grundsätzlich gilt: Sie sparen im laufenden Betrieb zwischen 50 und 70 Prozent bei den Energiekosten. Durch den Verzicht auf einen Gasanschluss sparen Sie darüber hinaus einmalig ca. 1.800 Euro. Und da das Erdwärmesystem vollkommen wartungsfrei funktioniert, sparen Sie die jährlichen Kosten für den Schornsteinfeger. Eine Kilowattstunde kostet mit der Wärmepumpe etwa 3 Cent. Öl oder Gas schlagen dagegen mit rund 6 Cent zu Buche.

Wie viel Platz benötigt das Erdwärmesystem?

Dies ist abhängig von der Objektgröße sowie der zu beheizenden Fläche. Wir beraten Sie hier gerne vor Ort.

Ist eine Wärmepumpe besser als eine Öl- oder Gasheizung?

Eine Wärmepumpe ist einer Öl- oder Gasheizung in mehrerer Hinsicht überlegen. Neben deutlich geringeren Energiekosten ist eine Wärmepumpe ausgesprochen umweltfreundlich. Sie bezieht etwa 75 Prozent ihres Energiebedarfs aus der Umwelt, schont Ressourcen und lässt sich bei entsprechender Wahl des Stromanbieters vollkommen ohne CO2-Ausstoß betreiben.

Wie hoch sind die Energiekosten mit einer Wärmepumpe gegenüber einer Öl- oder Gasheizung?

Mit einer Wärmepumpe lassen sich die Energiekosten zwischen 50 und 70 Prozent reduzieren. Dabei sind die extrem steigenden Gas- und Ölpreise noch nicht berücksichtigt.

Worin besteht der Unterschied zwischen Wärmepumpe und Stromheizung?

Eine Wärmepumpe deckt ihren Energiebedarf zu 75 Prozent aus der kostenlos verfügbaren Erdwärme. Für die restlichen 25 Prozent wird Strom genutzt. Eine Stromheizung dagegen deckt ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus Strom.

Wieso ist ein Erdwärmesystem umweltfreundlich, obwohl es Strom benötigt?

Ein Erdwärmesystem kann vollkommen auf die Nutzung fossiler Brennstoffe verzichten. Der für den Betrieb erforderliche Strom lässt sich ausschließlich durch regenerative Energien erzeugen. Das heißt: Bei einer umweltbewussten Wahl des Stromerzeugers entsteht kein CO2 und die fossilen Brennstoffe werden geschont.

Ist die Anlage mit Solartechnik kombinierbar?

Ja. Die meisten Wärmepumpen besitzten alle erforderlichen Anschlüsse für den Betrieb einer Solaranlage.

Lässt sich die Wärmepumpe im Sommer auch zur Kühlung einsetzen?

Ja. Im Sommer lässt sich die relativ niedrige Temperatur des Erdreichs (10°C) nutzen, um die Innenräume zu kühlen.

Was ist eine Erdsonde?

Eine Erdsonde ist ein senkrecht in das Erdreich verlegtes Rohr, das zwischen 50 und 100 Meter in die Tiefe reicht. Das Rohr ist mit einer besonderen Flüssigkeit gefüllt, um die Wärme des Erdreiches aufzunehmen.

Muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Nein. Wärmepumpen sind von der gesetzlichen Wartungspflicht befreit. Nach ca. 15 Jahren ist eine Überprüfung der Anlage sinnvoll.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Wärmepumpe?

Die Erdsonde ist grundsätzlich unbegrenzt haltbar. Für die Pumpe gilt eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren.

Welche Kosten entstehen für die Beheizung eines Gebäudes?
Bei unserem Kompakthaus liegen die Stromkosten für den Pumpenbetrieb bei ca. € 470,-.

Benötigt man bei Außentemperaturen unter null Grad eine zweite Heizung?

Nein. Ein Erdwärmesystem mit Erdsonden funktioniert bei technisch einwandfreier Ausführung auch unter null Grad monovalent. Damit lässt sich das Gebäude ganzjährig zu 100 Prozent heizen.

Wie hoch sind die Kosten für evtl. Reparaturen an Wärmepumpenheizungen?

Grundsätzlich sind Reparaturen ausgesprochen selten. Etwaige Störungen treten – wenn überhaupt – mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Inbetriebnahme bzw. in der Anfangsphase des Betriebs auf und sind damit von der Garantie gedeckt.

Kann man die Wärmepumpenheizung mit Nachtabsenkung nutzen? Ja. Ratsam ist es allerdings, das Gerät nicht vollständig abzuschalten sondern auf der minimalen Leistungsstufe zu betreiben. Diese Methode ist energiesparender als das vollständige Abkühlen und anschließende “Wiederhochfahren” des Systems.

Worauf muss ich bei Vergleichsangeboten achten?

Sind die Tiefenbohrungen inkl. aller Leistungen enthalten? Prüfen Sie die KW Leistung – Anlage sollte nicht unterdimensioniert sein. Handelt es sich um einen renommierten Hersteller (Markenqualität) bei den Erdwärmesonden? Wird Ihre Anlage mit Markenprodukten befüllt (Typhocor N oder Antifrogen N)?

Wie hoch sind die Temperaturen im Erdreich?

In ca. 100 m Tiefe herrscht eine Temperatur von ca. + 10 Grad Celsius. Die Temperatur steigt pro 20 Meter weiterer Tiefe um + 1 Grad Celsius.

Was bedeutet der Begriff “Sole”?

Sole ist eine Flüssigkeit, die sich in den Erdsonden befindet. Das frostsichere Gemisch besteht aus Wasser und Frostschutzkonzentrat auf Glykol-Basis (Typhocor N oder Antifrogen N) und ist besonders geeignet, um die Erdwärme zu absorbieren.

Wie groß sind die Bohrlöcher im Durchmesser?

Der Durchmesser der Bohrlöcher für die Erdsonden beträgt zwischen 16 bis 18 cm.

Beeinflussen Wärmepumpen mit Erdsonden den Pflanzenwuchs im Garten?

Nein. Tiefenbohrungen haben keinen Einfluss auf den Pflanzenwuchs.

Seit wann gibt es Wärmepumpenanlagen?

Das Prinzip der Wärmepumpe wurde vor 150 Jahren beschrieben. Die erste Wärmepumpenheizung ist 1932 in Tokio belegt.

Wie lange reichen die Öl- und Gasreserven?

Die fossilen Brennstoffe sind voraussichtlich in 20 Jahren erschöpft. Bis 2050 werden ca. 88 Prozent des Primärbedarfs auf der Welt durch regenerative Energien gestellt.

Wann werden Wärmepumpenanlagen nicht genehmigt?

In Grundwasserschutzgebieten werden Wärmepumpenanlagen nicht genehmigt, da eine Gefahr der Gewässerverunreinigung durch Bohrhilfsmittel oder austretende Wärmeträgerflüssigkeiten besteht.

Kühlt der Erdboden durch die Wärmepumpen ab?

Nein. Der Raum über den Erdsonden kann vollkommen normal bepflanzt werden.

Gibt es Förderungen bzw. Zuschüsse für Erdwärmesysteme bzw. Wärmepumpen?

Ja. Auf Bundesebene werden Erdwärmesysteme mit KfW-Krediten zur Co2-Minderung gefördert. Darüber hinaus existiert eine Reihe von landesspezifischen Förderprogrammen (z.B. in NRW) und die meisten Energieversorgungsunternehmen bieten sehr günstige Wärmepumpen-Tarife an. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an uns, wir sind Ihnen gerne behilflich.

Reicht die Heizleistung für die Bautrocknung aus?

Ja. Jedoch muss in verstärktem Maße vom Betrieb des Heizstabes ausgegangen werden.

Lohnt sich eine spätere Nachrüstung?

Nein. Die Umbaukosten sind sehr hoch, Rohrleitungen müssen unter bereits überbauten Bereichen gezogen und eine aufwendige Steuerungs- und Regelungstechnik verbaut werden.